Eine digitale Zeitung erstellen Sie als Verlag oder Herausgeber am schnellsten so: Sie wandeln die druckfertige PDF Ihrer Ausgabe mit einer ePaper-Software in eine blätterbare Online-Ausgabe um, ergänzen einen Lesemodus für Smartphones und liefern das Ergebnis über Ihre Website oder den digitalen Kiosk an Ihre Abonnenten aus. Dieser Leitfaden richtet sich an Tageszeitungsverlage, Wochen- und Anzeigenblätter sowie an Unternehmen, Kommunen und Vereine, die eine eigene Zeitung herausgeben.
Das Wichtigste in Kürze:
- Grundlage ist die vorhandene Druck-PDF. Ein Neusatz ist nicht nötig.
- Ein ePaper bildet die gedruckte Zeitung 1:1 ab; ein Lesemodus macht die Artikel zusätzlich auf dem Smartphone gut lesbar.
- Vertrieben wird die digitale Ausgabe über die eigene Website oder einen digitalen Kiosk – als Digital-Abo, Kombi-Abo oder Einzelkauf.
- Mit einer Digital-Publishing-Software wie publishing.one ist die tägliche Produktion in wenigen Schritten erledigt.
Sie geben keine Zeitung, sondern eine Fach- oder Publikumszeitschrift heraus? Dann lesen Sie unseren Leitfaden Zeitschrift als ePaper: So wird aus Ihrem Druck-PDF eine digitale Ausgabe.
Was ist eine digitale Zeitung?
Eine digitale Zeitung ist die elektronische Ausgabe einer Zeitung, die Leser auf Smartphone, Tablet oder Computer abrufen. Für Herausgeber gibt es vier gängige Formate, die sich gut kombinieren lassen:
| Format | Was Leser sehen | Aufwand für den Verlag | Geeignet für |
|---|---|---|---|
| ePaper | Die gedruckte Ausgabe 1:1, zum Blättern und Zoomen | Gering: entsteht aus der Druck-PDF | Abonnenten, die das vertraute Zeitungsgefühl wollen |
| ePaper mit Lesemodus | Zusätzlich jeder Artikel als gut lesbarer Fließtext | Gering bis mittel: Text wird aus den Satzdaten übernommen | Lesen auf dem Smartphone |
| News-Website (Online-Zeitung) | Einzelne Artikel, laufend aktualisiert | Hoch: eigene Online-Redaktion und CMS | Tagesaktuelle Reichweite und Suchmaschinen |
Wer eine Online-Zeitung erstellen will, denkt oft zuerst an eine News-Website. Für die meisten Verlage ist das ePaper aber der schnellere Einstieg, weil es ohne zusätzlichen redaktionellen Aufwand aus der Printproduktion entsteht.
Digitale Zeitung erstellen: In 5 Schritten zum ePaper
- Druck-PDF als Ausgangspunkt nutzen: Exportieren Sie die fertige Ausgabe wie gewohnt aus Ihrem Satzprogramm, zum Beispiel InDesign. Die Druck-PDF enthält Layout, Bilder und Anzeigen – mehr braucht das ePaper nicht.
- ePaper erzeugen und im eigenen Design gestalten: Laden Sie die PDF in Ihre ePaper-Software. Die Seiten werden automatisch zur blätterbaren Ausgabe mit Inhaltsverzeichnis und Volltextsuche. Farben, Logo und Leseoberfläche passen Sie an das Erscheinungsbild Ihrer Zeitung an.
- Lesemodus für Smartphones ergänzen: Eine ganze Zeitungsseite ist auf einem kleinen Display schwer lesbar. Im Lesemodus öffnen Leser jeden Artikel als Fließtext mit passender Schriftgröße. Mit publishing.one exportieren Sie die Texte dafür direkt aus dem Satzprogramm als eBook-Format und verknüpfen sie mit der Druckseite. Auf Wunsch lässt sich die Ausgabe sogar komplett ohne Seitenlayout im eReader lesen.
- Interaktive Elemente hinzufügen: Verlinken Sie Anzeigen mit den Websites Ihrer Werbekunden, binden Sie Bildergalerien oder Videos ein und verknüpfen Sie Artikel mit weiterführenden Inhalten. publishing.one bietet dafür verschiedene Hotspot-Typen.
- Veröffentlichen und vertreiben: Binden Sie das ePaper auf Ihrer Website ein oder stellen Sie es in Ihrem digitalen Kiosk bereit. Der Zugang wird über Ihr Abo-Modell gesteuert.
Tipp für Tageszeitungen: Bei täglicher Erscheinung zählt jede Minute. Achten Sie darauf, dass Ihre Software den Ablauf vom PDF-Upload bis zur Veröffentlichung weitgehend automatisiert.

Print oder ePaper? Was die digitale Ausgabe dem Verlag bringt
Die Frage ist für die meisten Verlage nicht „entweder – oder“: Das ePaper ergänzt die gedruckte Ausgabe und erreicht Leser, die Print allein nicht mehr erreicht.
Vorteile der digitalen Ausgabe
- Mehr Reichweite: Pendler, Urlauber und weggezogene Leser lesen ihre Lokalzeitung überall.
- Früher beim Leser: Das ePaper kann schon am Vorabend oder in der Nacht erscheinen, und das ohne Zustelllogistik.
- Geringe Zusatzkosten: Jeder weitere digitale Leser verursacht keine Druck- und Zustellkosten.
- Mehr Wert für Anzeigenkunden: Anzeigen werden klickbar und führen direkt zum Angebot.
- Archiv und Suche: Ältere Ausgaben bleiben abrufbar und durchsuchbar.
Herausforderungen und Lösungen
- Lesbarkeit auf dem Smartphone ➔ lösen Sie mit einem Lesemodus.
- Unkontrollierte Weitergabe von PDF-Dateien ➔ vermeiden Sie mit einem geschützten Zugang statt PDF-Versand.
- Zahlungsbereitschaft ➔ fördern Sie mit Kombi-Abos und Probezugängen.
Geld verdienen mit der digitalen Zeitung: Abo und Paid Content
Die digitale Ausgabe ist ein eigenes Produkt, das Sie verkaufen können. Bewährte Modelle:
- Digital-Abo: Zugang zum ePaper ohne gedruckte Ausgabe.
- Kombi-Abo: Print-Abonnenten erhalten das ePaper dazu. Im publishing.one Web-Kiosk können bestehende Abonnenten nach erfolgreicher Authentifizierung das ePaper lesen.
- Einzelausgabe: Leser kaufen eine Ausgabe per Einzekauf auf Ihrer Website, ohne Abo.
- Werbeerlöse: Klickbare Anzeigen und zusätzliche digitale Werbeformen.
So präsentieren Sie Ihre Zeitung im eigenen digitalen Kiosk und schaffen zusätzlichen digitalen Umsatz – unabhängig von Plattformen Dritter.
Digitalisierung der Zeitung: vom Druck zum ePaper
Im 19. Jahrhundert bestand die Zeitung aus reinem Text ohne besondere Gestaltung. Daraus wurde ein Medium aus Text, Bild und Grafik mit eigenem, komplexem Layout. Die Grundmerkmale sind geblieben: Eine Zeitung ist allgemein zugänglich, aktuell, erscheint regelmäßig – als Tageszeitung mindestens viermal pro Woche – und bietet inhaltliche Vielfalt (vgl. Wikipedia).
Mit dem ePaper kam Anfang der 2000er-Jahre ein Hybrid aus Print und Online hinzu: die vertraute Zeitungsseite, ergänzt um digitale Navigation. So beschrieben es Hans-Jürgen Bucher, Steffen Büffel und Jörg Wollscheid bereits 2004 in ihrem IFRA-Report „Digitale Zeitung als ePaper“. Heute geht die Entwicklung weiter: Gelesen wird vor allem auf dem Smartphone. Deshalb reicht es nicht mehr, die Druckseite 1:1 zu übernehmen – die Inhalte müssen in einem Lesemodus auch auf kleinen Displays funktionieren.
Checkliste: Ist Ihre digitale Zeitung startklar?
- Druck-PDF wird pro Ausgabe zuverlässig exportiert
- ePaper im Design Ihrer Zeitung, mit Inhaltsverzeichnis und Suche
- Lesemodus für Smartphones eingerichtet
- Anzeigen und Artikel sinnvoll verlinkt
- Vertriebsweg festgelegt: Website, Kiosk
- Abo-Modell und Zugang für bestehende Abonnenten geklärt
- Veröffentlichung pro Ausgabe möglichst automatisiert
Ihre Zeitung als ePaper mit publishing.one
Mit publishing.one machen Sie aus Ihrer Druck-PDF eine digitale Zeitung mit Lesemodus und digitalem Kiosk – entwickelt in Hannover, DSGVO-konform.
Testen Sie es mit Ihrer nächsten Ausgabe:
Häufige Fragen
Sie laden die Druck-PDF Ihrer Ausgabe in eine ePaper-Software, ergänzen einen Lesemodus und veröffentlichen die Ausgabe auf Ihrer Website oder im Kiosk. Ein Neusatz ist nicht nötig.
Das ePaper ist die digitale Version der gedruckten Ausgabe mit identischem Layout. Eine Online-Zeitung im Sinne einer News-Website veröffentlicht einzelne Artikel laufend und braucht eine eigene Online-Redaktion.
Ja. Mit publishing.one lösen bestehende Abonnenten ihren Zugang im Web-Kiosk ein, zum Beispiel im Rahmen eines Kombi-Abos.
publishing.one bietet Lösungen für die digitale Veröffentlichung von Zeitungen und Magazinen. Die konkreten Kosten richten sich nach den individuellen Anforderungen und dem gewählten Leistungsumfang. Für ein maßgeschneidertes Angebot steht Ihnen unser Kundenservice gern zur Verfügung.
Nein. publishing.one ist eine Software für Verlage und Herausgeber, mit der diese ihre Zeitung als ePaper veröffentlichen. Ein Digital-Abo Ihrer Zeitung erhalten Sie direkt beim jeweiligen Verlag.
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