Totgesagte leben länger oder: Warum Printmedien (als ePaper) weiterleben

Mit der zunehmenden Digitalisierung wurde das Ende von Büchern, Zeitschriften, Magazinen, Katalogen, Broschüren, Prospekten und überhaupt allen Printmedien eingeläutet. Nicht wenige Medienexperten verstanden ihr Nochvorhandensein als eine Phase der Umstellung. Als Vorboten galten zahlreiche Schließungen von Buchfilialen, Zeitungshäusern, Druckereien und überhaupt von allen Medienunternehmen, die auf den Printbereich setzten. Gegenstimmen, wie die von Umberto Eco, dass das Buch neben Löffel, Hammer, Rad und Schere eine „Erfindung für die Ewigkeit“ ist, wurden beschmunzelt. Doch mittlerweile ist dem Begriff der Medienverdrängung der Begriff Medienkoexistenz gewichen. Die Printmedien leben weiter. Sogar in Digitalmedien: Aus Druck-PDFs lassen sich ePaper, Blätterkataloge oder Flip Books erstellen.

Der Siegeszug mobiler Endgeräte und die Rolle der ePaper

Die Nutzung mobiler Endgeräte steigt von Jahr zu Jahr

Dreiviertel aller Deutschen (das sind 60 Millionen!) verwenden laut der Bitkom-Studie 2016 ein Smartphone. Damit wurde in diesem Jahr ein neuer Höchststand erreicht, der sich seit dem Bestehen der Studie kontinuierlich fortsetzt. Smartphones sind allen voran bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen beliebt. Etwa neun von zehn Befragte im Alter von 14 bis 64 nutzen sie. Mit jedem Jahr wird der Umgang mit Smartphones aber auch für ältere Menschen routinierter: In der Altersgruppe der über 65-jährigen ist die Smartphone-Nutzung heute nichts Ungewöhnliches mehr.

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„Kein technisches Gerät hat das vergangene Jahrzehnt so geprägt wie das Smartphone“, so das Fazit der Studie Zukunft der Consumer Technology – 2016, die von Deloitte und Bitkom durchgeführt wurde. Fast zwei von drei aller Befragten gaben sogar an, sich ein Leben ohne Smartphone nicht mehr vorstellen zu können.

Der Markt für Tablet-Computer schreibt ebenfalls dunkelschwarze Zahlen: 29 Millionen Nutzer sind es hier. Grund für dieses Wachstum sind mitunter die vielseitigen Neuerungen der Geräte: Detachables lassen sich dank angestecktbarer Tastatur wie ein vollwertiges Notebook nutzen und Phablets kommen aufgrund ihrer Größe von über 5,5 Zoll als Smartphones zum Einsatz. Für jeden Geschmack ein passendes Gerät.

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Aber: Die Printmedien bleiben

Bücher, Zeitschriften und Magazine, Kataloge, Broschüren und Prospekte, sie alle sind nicht – wie angenommen – im Altpapiercontainer gelandet, sondern weiterhin ein wichtiger Bestandteil in der Medienlandschaft geblieben. Und zwar nicht nur als „Übergangs-Überbleibsel“ für die Älteren. Jeder greift nach dem IKEA-Katalog, dem Aldi-Prospekt oder dem TUI-Reisemagazin.

Denn Printmedien bringen es fertig, mehr als nur Informationen zu vermitteln. Sie sind wie kaum ein anderes Medium dazu geeignet, Stimmungen zu erzeugen. Sie lassen die Leser in eine andere Welt eintauchen, sie verkörpern Lifestyle und einen Joie de vivre wie kein Online-Shop, der an die immergleichen auf Struktur bedachten Templates gebunden ist.

Blätterkataloge, eMagazine, Flip Books & Co.

„Das Gras auf der anderen Seite des Hügels ist immer grüner“, pflegen die Niederländer zu sagen. Unternehmen unterschiedlichster Branchen setzen darauf, das ePublishing mit den klassischen Printmedien zu kombinieren, um auf beiden Seiten des Hügels zu leben. Aus ohnehin vorhandenen Druck-PDFs lassen sich blätterbare ePaper erstellen, die die Vorteile vereinen. Mit geringem Aufwand entstehen Blätterkataloge, eMagazine, Flip Books und Co. Ein multimediales Leseerlebnis, das Ihre Kunden begeistern wird.

Warum Sie auf ePaper setzen sollten

Diese und weitere Funktionen machen das ePaper zu mehr als nur einer Imitation eines Printmediums im Web.

  • Printtechnologie: ePaper sind an der „Hardware“ des Altbekannten orientiert, als Flip Books sogar blätterbar. Das bedeutet: Designer können sich hier anders als im Web austoben. Funktionen wie Lesezeichen und Inhaltsverzeichnisse mit internen Verlinkungen erleichtern die Navigation. Nach dem Download, etwa in Form einer ePaper-App, ist natürlich auch eine Offline-Nutzung möglich.
  • Webtechnologien: In ePaper können weiterführende, externe Links gesetzt werden, die zum Beispiel potenzielle Kunden auf Ihre Website führen. ePaper lassen sich in jede Website integrieren und somit zu jeder Tages- und Nachtzeit von überall „durchblättern“. Bildergalerien, Sounds und Videos machen aus Ihrem ePaper ein multimediales und interaktives ePaper. Gerade Video-Content eignet sich ideal für emotionale und verständliche Statements. In Form eines Blätterkatalogs können ePaper eine sinnvolle Ergänzung zu Ihrem Webshop bilden. Den Möglichkeiten sind keine Grenzen gesetzt.

Wie man sieht vereinen ePaper das Beste aus beiden Welten. Geschickt eingesetzt, sind sie eines der wirkungsmächtigsten Marketinginstrumente des 21. Jahrhunderts.

 

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Foto: unsplash.com

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