Cross Media Publishing und ePaper – Wieso, weshalb, warum?

Was ist Cross Media Publishing?

Das Lexikon der Materndienst Deutschland GmbH (MDD) antwortet:

„Unter Cross-Media-Publishing (CMP) versteht man den parallelen Einsatz unterschiedlicher Werbemedien. Dabei geht es um die parallele Veröffentlichung von Inhalten in mehreren Medienformen, z.B. Kombinierte PR in Print/Online/Radio.“

Dem ist hinzuzufügen, dass die Werbung des einen Mediums nicht der Werbung des anderen widersprechen darf. Bei der Planung muss der gesamte Content klug aufeinander abgestimmt werden.

ePaper als Brücke zwischen Print und Web

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Printmedien

… lassen sich ansprechend und individuell gestalten, Druck- und Logistik-Kosten rechtfertigen jedoch in den seltensten Fällen eine Massenproduktion. Es können nur wenige potenzielle Kunden erreicht werden. Diese aber mit starker Wirkung.

Websites

… sind zwar immer und überall erreichbar – von jedem nicht in Nordkorea lebenden Menschen mit Smartphone, Tablet oder Computer –, doch gleichzeitig wirkt man hier nur wie ein Akteur unter vielen. Sei es als Suchergebnis in der Google-Liste, als einer von Abermillionen Accounts bei Facebook oder als CMS-gepflegte Website, die an eine bestimmte Anzahl an immergleichen Templates gebunden ist. Es bedarf viel Knowhow, um hier in Erinnerung zu bleiben. Kleine und mittelständische Unternehmen scheitern nicht selten an den immensen Kosten. Eine Profilbildung ist kaum möglich.

ePaper

… brechen dieses Entweder-Oder-Dilemma auf. Sie schaffen ein Leseerlebnis wie ein Printprodukt, wovon das eher auf praktischen Nutzen ausgerichtete Web nur träumen kann. eMagazine, Blätterkataloge und Flipping Books haben es einfacher, weil sie Emotionen schaffen. Ein unterschätzter Aspekt, um auf dem heutigen Markt aufzufallen. Und sie sind immer und überall über den Browser erreichbar.

Die Bedeutung von Emotionen im ePublishing

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Das 21. Jahrhundert ist von Werbung überladen, die Möglichkeiten sind größer als jemals zuvor. Allein von der Nudelvielfalt im Supermarkt um die Ecke fühlt sich der Kunde erschlagen. Daraus resultieren zwei Aspekte:

  • Erstens, möglichst alle medialen Kanäle sollten in die Marketing-Planung einbezogen und genutzt werden.
  • Zweitens, Informationen alleine reichen nicht aus. Emotionen müssen her.

Die Überladung macht den zweiten Punkt – der im letzten Artikel bereits angesprochen wurde, es aber verdient, ein zweites und auch noch ein zehntes Mal angesprochen zu werden – zum unterschätzteren Faktor. Hier ein etwas überzogenes Positiv-Beispiel, dass die Art der heutigen Reklame aber treffend auf den Punkt bringt:

Ein Model-Pärchen fährt mit einem Luxuswagen zu ihrer Traumwohnung, die sich in einer südländischen Stadt befindet, wie man sie aus dem schönsten Sommerurlaub kennt. In der Küche, einer teuren Edelküche selbstverständlich, öffnet der Mann einen Schrank und holt eine Packung Nudeln hervor. Im nächsten Bild essen die beiden, sie lachen vor Freude und blicken sich mit einem Zahnpastalächeln tief in die Augen.

Es geht in dieser Reklame nicht nur darum, dass die Nudeln dieser Marke passabel schmecken. Es geht um Erfolg, Reichtum, Schönheit, Liebe, es geht um all die Sehnsüchte, die unbefriedigt bleiben, wenn die 500g-Nudelpackung nicht endlich über die Supermarktkasse gezogen wird. Um inmitten der Masse an Angeboten hervorzustechen, reicht der erste Punkt, überall präsent zu sein, schon lange nicht mehr aus. Die Botschaft muss auch emotional vermittelt werden, damit sie verankert bleibt. Und da kommen ePaper ins Spiel.

* Nur am Rande: Laut Stiftung-Warentest sind die besten Nudeln kein Markenprodukt.

 

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Fotos: Tranmautritam (pexels), kaboompics (pexels), unsplash.com und stokpic.com

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